Jettas Geheimnis
Im Jahr 1544 lebte die Seherin Jetta auf dem Hügel, wo das Heidelberger Schloss steht. Er ist nach ihr benannt: Jettenbühl.
Jetta war Heilerin und kannte sich gut mit Naturmedizin aus. Die Menschen misstrauten ihr aber, sie sagten, dass sie eine Hexe sei. Sie musste oft in großer Angst leben, dass man sie gefangen nimmt und verurteilt.
Wenn die Heidelberger aber krank waren, dann kamen sie zu Jetta – um sich helfen zu lassen.
Als die Zeiten einmal wieder besonders schlimm waren, beschloss sie das Schloss verlassen. Sie wurde gesucht, die Soldaten wollte ihr Heilkräuterbuch finden, um zu beweisen, dass sie eine Hexe isr. Sie schnappte sich das Buch, klemmte es unter den Arm und rannte los. Im Wald begegnete sie einem Wolf, der sich ihr sofort anschloss. Jetta hatte das Gefühl, dass er sie verstehen kann, wenn sie mit ihm sprach.
Die beiden gingen zusammen durch den Wald und kamen an einer Lichtung an: dem Wolfsbrunnen.
Jetta machte sich auf die Suche nach einem guten Versteck für das Buch, das ihr ganzen Wissen beinhaltete. Sie fand eine Stelle, wo sich heute zwei Straßen kreuzen und 1910 die Bergkirche gebaut wurde. Sie war Seherin und wusste schon zu Lebzeiten, dass hier einmal ein Gotteshaus stehen würde.
„Das ist der richtige Ort, um mein geheimes Buch zu verstecken! Ich sehe, dass viele Seuchen kommen und die Menschen bedrohen werden. Meine Medizin könnte helfen. Aber die Menschen wollen mein Wissen nicht. Vielleicht werden irgendwann einmal Menschen mein Wissen schätzen lernen“
Sommer 2026
Die ganze Welt ist in Aufruhr. Wissenschaftler haben eine neue Epidemie vorhergesagt. Ein unbekanntes Virus von bisher nicht gekannter Zerstörungskraft ist der kleinen Insel Napa Tui im Pazifik entdeckt worden. Die Einwohner sind alle erkrankt. Ein Forscher vom Heidelberger Tropeninstitut war bei Ausbruch der Krankheit auf der Insel und hat sich infiziert. Auf dem Rückflug war er noch ohne Symptome. Zu Hause angekommen hat er starkes Fieber entwickelt und wurde isoliert auf einer Intensivstation im Neuenheimer Feld. Das Virus wurde erkannt – und auch die Gefahr dahinter. Vor allem, weil in den Flugzeugen Menschen aus allen 195 Nationen dieser Erde unterwegs waren – auf der Heimreise der weltweiten Friedenskonferenz: Das tödliche Virus war nicht mehr zu stoppen und würde die Menschheit auslöschen.
Der Arzt und Hobbyhistoriker Dr.Dr. Heinrich Heureka zerbrach sich den Kopf über dieses Virus und wie man ein Heilmittel finden könnte. Da fiel im nach einer langen Nacht im Labor ein, dass er einmal etwas gelesen hatte. Von einer Heilerin auf dem Jettenbühl, von der erzählt wird, dass sie ein ähnliches Virus hätte heilen können. Sie hatte das Wissen darüber in einem Buch festgehalten und es versteckt, um nicht als Hexe verbrannt zu werden.
Wo war das nochmal? Heureka zerbrach sich den Kopf. In seiner Bibliothek riss er ein Buch nach dem anderen aus dem Regal… bis er das richtige gefunden hatte. Genau…. Das war es…. Der Ort war in Schlierbach wo heute diese kleine Kirche steht.
Heureka griff zum Telefon und rief einen Kollegen nach dem andern an. Er brauchte Hilfe, um das Buch zu finden. Allein konnte er das nicht schaffen. Aber – keiner der Kollegen konnte helfen. Alle hatten sich infiziert.
Was sollte er nun machen? Wer kann ihm jetzt noch helfen?
Seine Frau – ebenfalls in der Forschung tätig und infiziert – war noch ansprechbar. Sie hatte in der letzten Woche erfahren, dass es eine Gruppe junger Leute gibt, die gegen das Virus immun sind. Sie waren gerade konfirmiert worden oder hatten sich dazu entschieden, zur Konfirmation zu gehen. Ihnen konnte wohl das Virus nichts anhaben. Sie musste er finden. Er schwang sich auf seine grüne Vespa und raste zum Pfarramt. Alle Türen waren offen, keiner war da. Auch hier war die Seuche schon angekommen. Der Computer war an und so konnte er die Liste mit den wichtigen Namen finden.
Er hat euch gefunden – nur ihr könnt helfen, das Buch mit der rettenden Rezeptur zu finden.
Von euch hängt die Rettung der Menschheit ab….
Konfirmanden der Bergkirche Heidelberg, das ist Eure Aufgabe!